Ein Barcamp fürs Gesundheitswesen?

Am letzten Wochenende habe ich begonnen, aktiv für das Care Camp Köln zu werben, das ich gerne im Frühjahr 2015 durchführen möchte. Obwohl es momentan noch keinen festen Termin, keinen Raum oder Sponsoren gibt, bin ich dennoch von der Idee eines BarCamps für das Gesundheitswesens überzeugt.

Button_BarcampsIch habe bis jetzt fünf Barcamps miterleben dürfen und war vom ersten Tag an von diesem Format, der Vielfalt an Themen und den neuen Impulsen begeistert. Seit dem HR BarCamp 2013 nutze ich aktiv meinen Twitteraccount und habe dort seitdem ein tolles Netzwerk im Bereich Pflege und Personalmarketing aufbauen können. Immer wieder finde ich neue Anregungen, Ideen und gute Kontakte für meine tägliche Arbeit oder für den Blick über den Tellerrand.

In der Personalerszene haben sich vor allem das HR BarCamp, aber auch andere Veranstaltungen, als ideale Verbindung von analoger und digitaler Welt herauskristallisiert. Jede neue Veranstaltung wird damit wie zu einer Art Klassentreffen. Im Gesundheitswesen gibt es nur wenige ähnliche Veranstaltungen, die diesen Vernetzungscharakter haben. Das HealthCareCamp 2013 war ein erster Versuch in diese Richtung. Die relativ geringe Resonanz hat gezeigt, dass die Akteure im Gesundheitswesen doch noch anders ticken (was übrigens auch für viele Personaler gilt). Dennoch habe ich bei diesem Barcamp engagierte Menschen und mir bis dahin unbekannte Themen kennengelernt.

Gerade in einem chronisch unterfinanziertem System wie dem Gesundheitswesen wird umso mehr nach dem Mehrwert von Veranstaltungen gefragt. Was bringt denn so ein Barcamp überhaupt?  Ich behaupte eine ganze Menge. Dem klassischen Konferenzformat kann ich persönlich immer weniger abgewinnen. Auf einem Barcamp kommen die Experten unter den Teilnehmern selber zu Wort und finden, dank der offenen und vertrauensvollen Atmosphäre, leichter Gleichgesinnte innerhalb und außerhalb der Berufsgruppen.

Und hier komme ich zu einem mir sehr wichtigem Punkt: Meine Vision  für das Care Camp Köln ist es, aus allen Berufsgruppen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu gewinnen – und nicht nur die digital gut vernetzten. Ich würde mich freuen, auch einige “Analoge” zu erreichen. Sicherlich ambitioniert, doch einen Versuch wert. Denn die Aufgaben, die jetzt und in Zukunft auf uns warten, können wir nur gemeinsam stemmen. Vielleicht hilft das gemeinsame Lernen und Erleben auf einem BarCamp ein bißchen auf diesem Weg.

In diesem Sinne weitersagen, teilen und engagieren. Es lohnt sich!

 

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